Wärmepumpen auch bei Mehrparteienhäusern im Bestand interessant

Wärmepumpen auch bei Mehrparteienhäusern im Bestand interessant

Soest. Wärmepumpen werden oft im Zusammenhang mit Neubauten von Einfamilienhäusern erwähnt, doch das greift zu kurz. Die Technik hat sich deutlich weiterentwickelt und bietet inzwischen wesentlich mehr Einsatzmöglichkeiten. Bei Mehrparteienhäusern, die neu gebaut werden, greifen inzwischen viele Investoren zu Wärmepumpen. Wenn es aber um eine Heizungssanierung im Bestand geht, ist die Wärmepumpe bisher bei Mehrparteienhäusern wenig verbreitet. Zu Unrecht. Die Stadtwerke Soest haben für einen Immobilienbesitzer nun zwei Objekte mit 60 Wohneinheiten auf ein Wärmepumpensystem umgerüstet. Bisher wurden die rund 10 Jahre alten Gebäude mit fossilen Brennstoffen geheizt.

Soest. Wärmepumpen werden oft im Zusammenhang mit Neubauten von Einfamilienhäusern erwähnt, doch das greift zu kurz. Die Technik hat sich deutlich weiterentwickelt und bietet inzwischen wesentlich mehr Einsatzmöglichkeiten. Bei Mehrparteienhäusern, die neu gebaut werden, greifen inzwischen viele Investoren zu Wärmepumpen. Wenn es aber um eine Heizungssanierung im Bestand geht, ist die Wärmepumpe bisher bei Mehrparteienhäusern wenig verbreitet. Zu Unrecht. Die Stadtwerke Soest haben für einen Immobilienbesitzer nun zwei Objekte mit 60 Wohneinheiten auf ein Wärmepumpensystem umgerüstet. Bisher wurden die rund 10 Jahre alten Gebäude mit fossilen Brennstoffen geheizt.

Die beheizte Fläche der beiden Gebäude erstreckt sich über zirka 2.700 m2. Sie teilt sich in 1-, 2- und 3-Zimmerwohnungen auf. Das bis dahin mit fossiler Energie betriebene Heizsystem wurde mit der Modernisierungsmaßnahme abgeschaltet und auf die neue Heiztechnologie umgeschwenkt. Nun werden die beiden Gebäude im Rahmen eines Wärmecontractings mit der Stadtwerketochter EDL beheizt. Um die Wärme bedarfsgerecht erzeugen zu können, wurden vier Wärmepumpen zu einem System, einer Kaskade, verbunden. Über eine zusätzliche Exergiemaschine, die die erzeugte Temperatur der Wärmepumpen auf ein höheres Niveau anhebt, wird die Warmwasserbereitung realisiert. Die Wärmepumpe bringt sowohl Mietern als auch dem Vermieter mehrere Vorteile. Wärmepumpen senken bei guter Auslegung langfristig die Betriebskosten gegenüber fossilen Heizsystemen. Besonders deutlich wird der Unterschied bei steigenden CO₂- und Gaspreisen. Die Mieter profitieren von einer zukunftsorientierten, klimafreundlichen Technik. Durch den Bezug von Ökostrom oder durch eine eigene PV-Anlage kann der CO₂-Ausstoß der Warmwasser- und Heizversorgung deutlich reduziert werden.

Für den Vermieter bedeutet diese Form der Heizungssanierung eine Dekarbonisierung des Gebäudes. Der Technologiewechsel ist ein entscheidender Schritt, um kommunale und nationale Klimaschutzziele und EU-Vorgaben (z. B. GEG, Fit for 55) zu erreichen. Die Umstellung auf erneuerbare Wärmequellen ermöglicht zudem den Zugang zu Förderprogrammen (z. B. BEG-Förderung), wodurch sich die Investitionen schneller auszahlen. Darüber hinaus steigt so der Wert der Immobilie. Ein energieeffizient saniertes Gebäude ist attraktiver für Mieter und Investoren.

Weiterhin überzeugt der niedrigere Instandhaltungsaufwand. Wärmepumpen und Exergiemaschinen sind wartungsärmer als gasbasierte Systeme und benötigen keine Schornsteinfeger- oder Abgasprüfungen.

Patrick van Heek von der Stadtwerketochter EDL informiert Interessenten gern über die Möglichkeiten der jeweiligen Immobilie: edl@stadtwerke-soest.de oder 02921 – 392-550.

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